Einfach von Zuhause aus bezahlen – Wie sicher ist Online-Banking wirklich?

Einfach von Zuhause aus bezahlen – Wie sicher ist Online-Banking wirklich?

Schnell und bequem von Zuhause aus verschiedene Bankgeschäfte tätigen: Online-Banking macht es möglich. Laut Umfragen nutzen etwa 45 Prozent der volljährigen Deutschen mittlerweile Online-Banking. Immer mehr Banken und Kreditinstitute bieten ihren Kunden an, das eigene Konto auch ganz einfach per Internet zu nutzen, um zum Beispiel vom Sofa aus Überweisungen zu tätigen oder den aktuellen Kontostand abzurufen. Allerdings gibt es eine ebenso große Zahl an Skeptikern, die Angst haben, sie könnten Hackern und Datendieben zum Opfer fallen. Doch wie sicher ist Online-Banking wirklich?

Die Nutzung von Online-Banking

Statistik: Anteil der Nutzer von Online-Banking in Deutschland in den Jahren von 1998 bis 2017 | Statista
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Mit der Zahl der Nutzer von Online-Banking wächst auch die Sorge um die Sicherheit der eigenen Bankdaten im Internet. Schließlich handelt es sich beim Online-Banking um sehr vertrauliche Vorgänge, die sich mit den eigenen Finanzen beschäftigen. Darüber hinaus gab es in den letzten Jahren immer wieder Fälle, in denen Hacker ganze Konten leerräumen konnten. Auf der anderen Seite bietet Online-Banking seinen Nutzern viele attraktive Vorteile gegenüber der herkömmlichen Fahrt zur Sparkassenfiliale. An diesem Punkt stellt sich vielen, die mit dem Gedanken spielen selbst Online-Banking zu betreiben oder vielleicht bereits einige Erfahrungen mit Online-Banking sammeln konnten, die Frage, welches Sicherheitsrisiko beim Online-Banking denn nun wirklich besteht und wie man das Risiko eines Datendiebstahls möglichst gering halten kann.

Wie funktioniert Online-Banking?

Um überhaupt Überweisungen und Co. via Online-Banking tätigen könnt, benötigt ihr natürlich ein kostenloses Konto. Für den alltäglichen Gebrauch ist ein Girokonto am effektivsten, da man es am Monatsende, wenn nötig, dank des Dispo-Kredits auch mal ein wenig überziehen kann. Beim Online-Banking benutzt ihr eine Internet-Verbindung, um auf euer Konto zugreifen zu können. Zunächst registriert ihr euch bei eurem jeweiligen Geldinstitut für Online-Banking. Ihr bekommt eine eigene PIN, die ihr nur beim Online-Banking nutzt. Anschließend könnt ihr ganz bequem von Zuhause aus Überweisungen tätigen, den Kontostand abrufen oder neue Daueraufträge einrichten, ohne extra die nächste Bankfiliale aufsuchen zu müssen. Bei jeder Überweisung braucht ihr eine TAN (Transaktions-Nummer), die wie ein Passwort für die jeweilige Transaktion funktioniert.

Wie sicher ist Online-Banking?

Phishing und mTAN

Besonders die PIN und die verschiedenen TAN-Nummern sind in Bezug auf die Nutzung von Online-Banking sehr sensible Daten. Daher liegen gerade diese Nummern im Fokus von Verbrechern, die sich auf das Hacken von Online-Banking Vorgängen und Transaktionen spezialisiert haben. Eine sehr bekannte Methode ist das sogenannte „Phishing“, bei dem die jeweilige TAN-Nummer eines Vorgangs ausspioniert wird. Mit der Einführung der mTAN, bei der die Nummer per SMS an den Kunden übermittelt wird und nicht mehr in Papierform, ging das Phishing vermehrt zurück. Doch auch die Verwendung von mTAN-Nummern ist nicht risikofrei.

Chip-TAN

Das Verfahren mit der Chip-TAN ist derzeit wohl eins der sichersten Methoden beim Online-Banking, da hierbei nicht die Gefahr besteht, das zum Beispiel das Smartphone, auf der die mTAN per SMS landet, gehackt wird. Beim Chip-TAN-Verfahren bekommt ihr bei der Registrierung zum Online-Banking in eurem Geldinstitut einen Generator, der dem Kunden bei jeder Transaktion Zuhause direkt eine TAN anzeigt, mit der der Vorgang am Computer nur noch bestätigt werden muss. In Kombination mit weiteren Sicherheitsmaßnahmen ist dies eine recht einfache und doch effektive Methode, seine Daten und Finanzen beim Online-Banking zu schützen, auch wenn natürlich immer noch ein gewisses Risiko besteht.

Tipps für mehr Sicherheit beim Online-Banking

Es gibt einige wichtige Tipps, die ihr beachten solltet, wenn ihr Überweisungen und Co. via Online-Banking tätigt. Dazu gehört zum Beispiel, dass ihr bei der Anmeldung für das Online-Banking auf eurem PC ein sicheres Passwort sucht und nicht immer dasselbe nutzt. Darüber hinaus ist es ratsam, sowohl die PIN, als auch die TAN niemals herauszugeben, falls ihr in einer E-Mail oder auf einer Internet-Seite danach geragt werdet, obwohl ihr gerade gar keine Zahlung tätigen wollt. Dies ist nämlich auch einer der Tricks der Datendiebe, die ihre Opfer mit scheinbar seriösen Websites und E-Mails hereinlegen. Am Ende eines Zahlungsvorgangs solltet ihr, wenn möglich, nicht eingeloggt bleiben. Ansonsten kann jeder schnell wieder auf eure Finanzen zugreifen. Meldet euch lieber ab und gebt Passwörter und Daten jedes mal wieder neu ein. Auf diese Weise könnt ihr euer Sicherheitsrisiko geringer halten.

Fazit zur Sicherheit beim Online-Banking

Online-Banking | © panthermedia.net /Lev Dolgachov

Online-Banking | © panthermedia.net /Lev Dolgachov

Beim Online-Banking besteht immer ein gewisses Risiko, dass Daten in falsche Hände geraten oder man von Datendieben getäuscht wird. Achtet man allerdings immer auf bestimmte Punkte und geht gewissenhaft mit PIN, Passwörtern und Co. um, wird dieses Risiko deutlich verringert. Außerdem werden immer neue und verbesserte Sicherheitsmaßnahmen und Standards entwickelt, um eure Geldgeschäfte auch im Netz ausreichend zu schützen. Neben dem möglichen Risiko muss man auch die Vorteile von Online-Banking sehen. Schließlich bietet es viele Möglichkeiten, die man bislang noch nicht hatte und die uns ganz neue Freiheiten ermöglichen.


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